Dez
15
2009
1

Schneeflöckchen Weißröckchen

Wieder ist es mal still um diesen Blog geworden und wie Rico immer schön zu sagen hat; auf eins kann man sich immer verlassen: Zeit vergeht. Also liegt es an mir, der werten Leserschaft vom Tun & Schaffen von mir und Julius zu berichten.

Wenn sich hier im deutschen Lande nur noch alles ums Thema Weihnachten dreht, Weihnachtsgeschenke kaufen, Weihnachtsgeschenke basteln, gibt es andere Ecken auf der Welt, wo dieser Hype noch nicht durchgedrungen ist. Und bevor man vor Dunkelheit und Kälte immer mehr verblasst, habe ich mir noch mal schöne Weihnachtsbräune in Doha (Qatar) abgeholt. Noch mal die kurzen Hosen und T-Shirts rausgekrammt und die Badehose nicht vergessen (obwohl ich nicht zum baden gekommen bin). So ging es für mich letzten Sonnabend für eine Woche zur Gymnasiade (Olympiade -> professionelle Sportler, Universiade -> semiprofessionelle Studenten, Gymnasiade -> Schulsportfest) nach Qatar, 30 Grad Sonnenschein pur. Viel gab es nicht zu tun, aber die Tage waren trotzdem ziemlich lang und die Schlafphasen dementsprechend kurz. Aber insgesamt hat es doch Spaß gemacht, alte Kollegen aus Leipziger Zeiten getroffen und ein bisschen Weihnachtsgeld dazu verdient.

Als Überraschung stieß ich dann Sonntag nachmittag noch zu Julius privater Stadtführung für ihren Paps und seine Frau Renate. Die beiden haben ein wunderschönes Wochenende im wunderschönen Leipzig verbracht, viel gesehen, geschnattert und Glühwein getrunken. Und obwohl 40 Stunden ohne Schlaf hinter mir lagen, sind wir alle Viere noch schön über den Weihnachtsmarkt gebummelt, haben lecker Steak gegessen und viel gequatscht. Halb sechs ging es dann für die beiden wieder Richtung Hannover und für mich ins Bett. Ich hab geschlafen wie ein Stein und, wie man mir berichtet hat, geschnarcht wie ein Bär (Tschuldigung).

Jetzt liegt noch eine Woche Uni und Arbeit vor uns, bevor wir uns beherzt in die Weihnachtszeit stürzen können. In Altenberg schneit es derweil schön brav, so dass einer weißen Weihnacht nichts im Wege steht und genügend Feuerholz für den Kamin liegt hoffentlich auch schon bereit. In diesem Sinne, eine fröhliche Vorweihnachtszeit!
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Written by Kito in: Allgemein |
Nov
14
2009
2

Na endlich…

Wie die Zeit rast. Mann Mann Mann.
Aber nun endlich habe ich es geschafft, die ersten Bilder, die wir mit der neuen obertollen Digitalkamera geschossen haben, online zu stellen. Taaadaaa. Tja, was braucht es große Worte? Schaut euch einfach die Bilder an. Wir waren im Zoo unterwegs und fotografierten alles, was sich bewegte ;-)

Gut, ich muss zugeben, dass einige Fehlschüsse dabei waren, die schnellstens eliminiert werden mussten. Aber das liegt wohl noch an der ungewohnten Handhabung. Trotzdem macht es ungemein Spaß, die Kamera zu erproben, die Einstellungen zu testen und sich über die Ergebnisse zu freuen. Das Bedienheft ist dick, also werde ich wohl noch eine ganze Weile brauchen, um wirklich sicher im Umgang mit der neuen Technik zu sein.

Eines der ersten Spielereien von Kito

Eines der ersten Spielereien von Kito

Ich nehme euch mit auf diesen Weg und lasse euch durch Bilder an der (hoffentlich tatsächlich stattfindenden) Entwicklung teilhaben. Also los jetzt, Teil I unter “Beweisfotos”…

Noch eine Anmerkung: zur Zeit gibt es einen kleinen Bug, bei Verwendung der NextGen Gallery in Verbindung mit 1&1 können keine ordentlichen Thumbnails mehr erstellt werden. Sehr ärgerlich. Deshalb nicht wundern, wie hässlich die aktuelle Galerie aussieht. Es ist nicht unser Fehler. Also: Schön die Bilder im Großformat durchblättern und nebenbei überlegen, welchen alternativen Anbieter ihr uns statt 1&1 empfehlen könnt.

Julius

PS.: Der Bug wurde mit einem kleinen Trick behoben. Bei 1&1 benutzt der Server PHP-Version 4.9.4, benötigt wird aber mindestens php 5. Falls jemand das gleiche Problem habt, schreibt euch einfach eine .htaccess Datei mit dem Inhalt:

AddType x-mapp-php5 .php

AddHandler x-mapp-php5 .php
und ladet sie hoch. Voila

Written by Julius in: Allgemein, Heimat, Leipzig |
Okt
22
2009
4

Na, ist denn schon Weihnachten?

Bei mir auf jeden Fall. Gerade hat mir eine kleine UPS-Frau ein Riesen-Paket (2m hoch, 11kg schwer) vorbeigebracht und ich wußte natürlich schon, was da drinnen ist; meine neue Telemark-Ausrüstung. Bis zum Auspacken musste ich mich noch bissl gedulden, da, als die Postfrau klingelte, ich grad mit einem Riesen-Abwasch-Berg zu kämpfen hatte und wie heißt es so schön; “erst die Arbeit, dann das Vergnügen”.


Und eigentlich kennt man solche Auspackszenarien nur von Apple Produkten, aber für mich gibt es noch was Besseres; die Vorfreude auf die Ski- und Wintersaison. Endlich wieder den ganzen Tag draussen an der frischen Luft und die Hänge hinunter sausen, abends vor den warmen Ofen lümmeln und Käse- (äh Schokoladen-) Fondue essen.

Das Geld hab ich mir erst mal von meiner Haus- und Familienbank geliehen und mit auf den dicken Schuldenzettel geschrieben. Es sei hier erst mal ein dickes Danke an meine Mutti gerichtet, ohne ihr wäre der Deal nie zustande gekommen.

Und nebenbei gehe ich gleich noch mit meinen neuen Hockeyschuhen Hockey spielen. Was für ein Tag und morgen ist dann auch schon Freutag. La Dolce Vita!

Ps.: Nicht über die Qualität der Fotos meckern, das Handy musste wieder herhalten.

Written by Kito in: Allgemein |
Okt
19
2009
6

Wann hast du das letzte Mal …

… etwas zum ersten Mal gemacht?

Tja, diese Frage kann ich in letzten Tagen öfters ohne Probleme beantworten. Geht los am vorletzten Sonntag. Ich habe mir von meinem ersten Gehalt eine schicke, große, semiprofessionelle, digitale Spiegelreflexkamera ersteigert. Bei ebay. Mein Herz schlug bis zum Hals als die letzten Auktionssekunden runterzählten, sich die Gebote übertrafen. Nur meins war noch zum Schluss übrig. Und nun ist sie fast meine! Welche? Gut, für alle Kenner (also Papsi, Rico und Markus): die Fujifilm S5 pro. Ja, Papsi, da passen alle meine Nikon-Objektive drauf. Ich freu mich riesig. Die Vorfreude steigt exponential zur Länge der Lieferdauer. Genug mit der Schwärmerei. Ihr treuen Blogfans werdet ja als erste die Bilder bewundern dürfen.

So, weiter gehts mit der Woche. Dienstag abend spielten “Die Sterne” im Cone Island. Das durfte ich mir nicht entgehen lassen. So schleifte ich meine neue Kollegin  Jasmin mit und wir hatten einen schönen Abend zu schöner alter Musik. Wunderbar!

Aber das Wochenhighlight kommt ja erst noch! Meine Chefs hatten uns für ein verlängertes Wochenende zu einem Surfkurs an der Ostsee eingeladen. So war dann der Donnerstag ein recht kurzer Arbeitstag, weil punkt 15 Uhr Abreise angesagt war. Tja Kinners. Während anderswo in Deutschland Frau Holle zugange war und fleißig Schnee verteilte, zwängten wir uns in Neoprenanzüge und surften auf dem Salzhaff umher. Gefühlte 1°, Regen, trübe Sicht und Sturmböen machten dieses Vorhaben nicht attraktiver. Und trotzdem stiegen wir mutig ins Wasser, ertrugen blaue Flecken, rote Hände und erste Erfrierungserscheinungen an den Zehen. Doch genau wegen dieser Widrigkeiten sind wir sehr stolz auf unsere Leistungen.

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Abends wurden wir mit guter deutscher Küche belohnt eh wir es uns in unserer Hütte gemütlich machten. Nach ein paar Rum-Cola waren die Spieleabende gesellig und echt lustig.

Ich schwärme und schwärme. Da fehlt nur noch ein kleiner Link, nein, Schleichwerbung sieht anders aus. Dies ist ein Tipp, von Freund zu Freund. Wer mal ein paar richtig nette Tage an der Ostsee haben möchte, coole Surfer kennenlernen möchte, und das Flair von Toskana erleben will, der sollte nach San Pepelone fahren.

Insgesamt hat dieser Ausflug wirklich teambildend gewirkt. Wir hatten mal richtig Zeit, uns kennen zu lernen, nette Stunden außerhalb des Büros und entwickelten einen lockereren Umgang miteinander.

Ein paar der unendlich vielen Beweisfotos stelle ich in den nächsten Tagen zur Verfügung. Aber ein bissl müsst ihr noch warten…

Rock on, euer Surfgirl!

jr

Written by Julius in: Allgemein, Leipzig |
Okt
17
2009
3

Ausm Arzgebirch

Nach dem ich schon einige Gerüchte von Freunden, Familie und dem Kachelmann gehört hatte, wollt ich mir selber ein Bild davon machen. Und ja, es ist so, es hat sich bewahrheitet; in Altenberg/Erzgebirge ist die zweite Jahreszeit (nach Winter folgt strenger Winter) angebrochen. Knapp 50 cm liegen hier, seit 1975 der meiste Schnee im Oktober. Die Fotos sind leider nicht die besten, die Handykamera musste erhalten. Aber bald, sag ich euch, kommt Julius mit ihrem Profiequipment vom ersten Gehalt.

Bild 1bild3

Doml und ich haben uns gestern mit einem BMW (für die Nichtkenner -> Heckantrieb) und Sommerreifen in die Berge gewagt und es hat wirklich lang gedauert, die Kneipen unterwegs, zum Aufwärmen, nicht mitgezählt. Und es schneit fröhlich weiter. Julius plagt sich an/in der Ostsee mit Surfen und ich kann Ski fahren gehen. Na, was ist bester? Umfrage gestartet. (Julius: kalte Zehen und Hände, Kito: viel Schnee, dicke Sachen und ein Kamin).

Was gibt es noch. Als letzter Hinterwälder habe ich gerade ein Update von Wordpress gemacht. Also falls ihr noch ein paar Fehler findet, schreibt uns. Vielleicht nutzt man ja die langen Winternächte mit dem Versuch, wie es auch Markus vorhat, mit einem neuen Design. Versuch, habe ich geschrieben.

Written by Kito in: Heimat |
Okt
04
2009
5

Unser LE

Der erste Lagebericht ist fällig und JA, ich habe mir einen ganzen Monat Zeit gelassen, die Leser warten lassen. Doch nun hier mein erster Logbucheintrag aus meinem LE.

Ich habe einen Job angefangen, bin in eine WG gezogen und lebe mich so langsam in meinem neuen Lebensabschnitt nach dem Studium ein. Klar, vieles ist anders. Auf einmal bekomme ich regelmäßig Geld auf mein Konto überwiesen. Und der Absender heißt mal nicht “BAföG-Amt” oder “Papa”. Ich bekomme nun plötzlich so viel Geld, dass ich erstmals seit sehr vielen Jahren nicht nach einem Nebenjob Ausschau halte. Um dieses regelmäßige Geld zu erhalten, muss man im Gegenzug regelmäßig, quasi 40 Stunden die Woche, arbeiten. Das ist eben die zweite Umstellung zum Studium. War meine Tagesplanung vor einigen Monaten noch abhängig von meinem Müdigkeitsgrad und meinem Motivationslevel, ist nun vorbestimmt, wo ich einen Großteil meines Tages verbringe: im Büro. Aber! ES IST TOLL! Ich fahre super gern auf Arbeit, mag meinen Arbeitsplatz, meine Kollegen, meine Aufgaben, und bin zwar immernoch gegen Feierabend völlig k.o., doch dennoch glücklich. Also alles im Lot soweit.

Auch die erneute wohnliche Trennung zwischen Kito und mir funktioniert ganz gut. Ich geh halt unter der Woche arbeiten, bau mir meinen kleinen Alltag mit Sprachkursen, WG-Kochabenden und Fitness-Studio-Kursen auf. Und am Wochenende besucht mich der Kito und wir entdecken zu zweit die vielen coolen Freizeitmöglichkeiten von unserem LE.

Unter Beweisfotos seht ihr eine kleine Auswahl an Bildern von unseren letzten Wochenenden. Paddeln, Museum, Slacklinen, Zoo, Drachensteigen, Radtouren sind so einige bereits abgehakte Tätigkeiten.

Tja Leute. Klingt alles gut, klingt alles so, als gehe es mir super und als hätte ich keine ernsthaften Probleme. Ist auch so.

Drückt die Daumen, dass es weiter so geht ;-)

Bis bald, har det bra,

euer Julius

Written by Julius in: Allgemein, Heimat |
Sep
30
2009
1

Viel passiert in den Tagen

Viel passiert in den letzten Wochen. Deutschland hat eine neue Regierung, Julius arbeitet fleißig in Leipzig (vielleicht kommt ja mal ein Bericht), Markus & Anja + Söri & Janine werden Papa & Mama, meine Eltern sind zurück aus dem Urlaub und ich bin wieder Student und zurück in Mittweida.

Nachdem ich ja schon letztens ein neuer Mensch geworden bin, hatte ich die Ehre meinen Vater für 2 Wochen als Juniorchef in Altenberg zu vertreten. Meine Eltern waren in Rom und Neapel unterwegs, hätten dem Wetter aber nach auch in Altenberg bleiben können. Eigentlich wollte ich die Zeit einem Mitarbeiter in der Webgestaltung unterstützen, aber leider ist kein potentieller Kunde auf unsere Angebote eingegangen. Wahrscheinlich glauben sie immer noch, das Internet sei umsonst. So hab ich viel Zeit mit Rico verbracht, haben (ehrenamtlich) Zeit genommen für die Deutschen Schützenbund und Biathlonmeisterschaften, und unser “Großprojekt” (siehe bald Beweisfotos), eine Kamera auf 15 Meter hohe Antenne auf einem 6 stockigen Hotel angebracht.

Zwischendurch gab es auch bei Ebs noch ne geile Einzugsfeier und es war schön Kralle & Ebs mal wieder zutreffen, obwohl der Alkohol nicht so reichlich fliessen durfte wie in Trondheim davor (zumindest bei Kralle). Zeit konnten wir am nächsten Tag aber trotzdem noch nehmen und dem Kralle sogar den Sieg stoppen ;-)

Jetzt ist erstmal Uni-Alltag angesagt, nichts spannendes geplant, kein Mittweida unsicher machen. Nur die allwochenendlichen Ausflüge nach Leipzig zu Julius werden für Ablenkung sorgen (Slacklinen, Drachensteigen, Rumradeln). Aber macht euch keine Sorgen, Berichte gibt es weiterhin. Immer mal vorbeischauen.

Written by Kito in: Allgemein, Mittweida |
Sep
15
2009
2

Kito ist ein neuer Mensch!

Da man ja immer älter und nicht jünger wird, merkt man nun langsam hier und dort kleinere Wehwehchen; Sprunggelenk mit abnormaler Stellung, Halswirbelblockierungen, Handgelenkprobleme. Und da man als junger Erwachsener auch keine Lust hat, zum Arzt zu gehen, da dieser Gang immer so deprimierend ist, im Wartesaal neben Rentner zu sitzen und stundenlang zu warten, unterdrückt man einfach seine Schmerzen. Doch meine Mutter und mein Vater haben mir einen Gang zum Osteopathen empfohlen und dort war ich nun gestern.

Die Osteopathie wird in Deutschland ja noch als Quacksalber-Methode angesehen und von den Krankenkassen nicht getragen. Ein Gang zum Heilpraktiker kostet mich also zwischen 40-70 Euro. Ich verbrachte anderthalb Stunden auf dessen Liege und er drückte und quetschte mir sämtliche Wirbel und Knochen rein und raus. Er erstellt ein Krankheitsbild von dir und erkennt aufgrund der Knochenstellungen Unfälle und Verrenkungen, die ich in der Zeit, vor allem als Mountainbiker, hatte. Dann nimmt er dich in den Schwitzkasten, dann heißt es tief einatmen, ausatmen, und dort macht es dann knacks, Wirbel rein bzw. raus. Er hat dann festgestellt, dass alle meine Verletzungen vorwiegend auf der rechten Seite auftreten; Sprunggelenk, Kreuzbandriss, Handgelenk, …

Also hat er mich gerade gebogen und mich gewarnt, dass ich die erste Zeit noch wie ein Besoffener rumlaufen und falsch hantieren würde. Der Körper hat die größere Beanspruchung der rechten Seite immer über die Jahre kompensiert und so seine eigene gerade Stellung hergestellt und diese wurde nun wieder vernichtet. Schon beim Gang über den Parkplatz und später im Supermarkt habe ich gemerkt, wie ich immer gegen die Regale laufe, über die eigenen Füsse stolpere, mit dem Auto stärker nach rechts lenke (zum Glück gibt’s Fahrrandbegrenzungen) und beim Frühstück die Kaffeetasse falsch abstelle. Dies dauert nun noch 2 bis 3 Wochen an. Sport ist auch erstmal etwas tabu, da die Verletzungsgefahr mit den gelockerten Wirbeln und dem fehlenden Geradeauslauf größer ist.

Abschließend kann ich so einen Gang nur empfehlen; Sprunggelenk sieht zwar nicht besser aus, fühlt sich aber besser an, das Handgelenk arbeitet wieder tiptop und Hauptproblem Hals fühlt sich wie neu an, kein Knacksen und Springen mehr und die Kreuzbänder sind stabil. Mal sehen, wie es sich in den nächsten Wochen entwickelt, vielleicht bin ich ja auch dann der Beweis, dass die Osteopathie Heilungswirkungen erzielt, die über den Placeboeffekt hinausgehen.

PS.: Noch ein Verweis auf Svalbard folgender Teil. Die ersten Fotos wurden “entwickelt”. Obwohl digital aufgenommen, kann man bei einer Anzahl von ca. 1200 Fotos und einer Dateigröße von 30 MB pro Foto noch vom entwickeln sprechen; aussortieren, Farben etwas anpassen, … Nun heißt es noch einige Kleinere für den Blog fertig machen und online stellen. Dies wird nun in den nächsten Tagen passieren, also seid gespannt.

Written by Kito in: Allgemein, Svalbard |
Aug
26
2009
6

Svalbard-Bericht, Erster Teil

Wie viele von euch ja schon wissen, befinde ich mich derzeit auf Spitzbergen, dem noerdlichsten Archipel der Welt, auf 78 Grad noerdlicher Breite. Zusammen mit meinem Bruder Stefan und den Freunden Kenny, Claudia und Rico haben wir unsere Zelte hier fuer 17 Tage aufgestellt. Jetzt sind gerade die letzten 4 Tage angebrochen und ehrlich, wir wissen nicht mehr so richtig, wie wir die Tage noch rumkriegen sollen. In der ersten Woche haben wir eine Mammut-Tour unternommen, sind von Longyearbyen (NOR) nach Barentsburg (RUS) und wieder zurueck gewandert. Insgesamt 136 Kilometer in 7 Tagen. Vielleicht haetten wir uns einfach bisschen mehr Zeit dafuer lassen sollen. Aber die Tour war wunderschoen, ueber das Fjell, durch das Meer und das bei taeglichen Sonnenschein. Die restlichen Tage verbringen wir wie richtige Touristen in Longyearbyen, gehen ins Museum, zur Kunstausstellung und jeden Tag ins Kaffee. Vorgestern war auch der erste Tag an dem die Sonne das erste Mal wieder kurz am Horizont kratzte. Trotzdem bringt die Helligkeit einen ziemlich aus dem Zeitgefuehl. Nachts geht man erst gegen 1,2 ins Bett und schlaeft machmal bis um 8 und manchmal bis um 12. Man kann es kaum steuern.

Zurueck noch mal zur Tour. Da Spitzbergen eigentlich wegen seinen Eisbaeren sehr gefuerchtet ist, ist es zwingend notwendig eine Waffe am Mann zu haben. Wir hatten 2 K-98, aus dem 2. Weltkrieg, mit eingravierten Hakenkreuzen, eine Signalpistole und Baerendraht, den man nachts um das Zelt spannen sollte. Alles zusammen noch mal so schwer wie ein einzelner voller Rucksack. Da wir nun die Waffen auch nicht mehr brauchten, haben wir sie zurueck zur Waffenausleihe gebracht, eine Woche eher als geplant. Geld haben wir dafuer aber nicht wieder gesehen. Bezahlt ist bezahlt hat man uns gesagt. Also falls jemand das liest und mit dem Gedanken spielt nach Spitzbergen zu reisen, geht nie zu Ingenieur Paulsen. Er ist ein Arsch durch und durch und geldgierig, obwohl ein Norweger.

Von den versprochenen Eisbaeren haben wir leider auch nichts gesehen. Somit ist mein Traum, einen Baeren in freier Natur zu sehen, immer noch nicht in Erfuellung gegangen. Weitere Touren mussen folgen. Vielleicht ja mal nach Kanada. Trotzdem gab viel in Flora und Fauna zu betrachten. Rentiere, Belugas, Polarfuechse, Schneehuehner und und und. Da wir Mister Pelz nicht trafen war das gefaehrlichste Tier die Kuestenseeschwalbe. Geht man am Strand spazieren musste man immer einen Stock ueber den Kopf halten, da dieser Vogel es immer auf unsere Koepfe abgesehen hatte. Stefan hat es einmal erwischt, da er am Anfang noch ueber die angebrachten Hinweisschilder gelacht hatte.

Wenn man in die Staedte Longyearbyen oder Barentsburg kommt sieht es fuer mich immer nach Schrottplatz aus. Longyearbyen schneidet noch bisschen besser ab als Barentsburg. Ueberall liegt verrosteter Stahl rum, alles dreckig von der Kohle und kein bisschen gruen. Auf Dauer kann man es hier gar nicht aushalten, deshalb freu auch mich bald, dass es wieder heisst, zurueck in die Heimat.

Written by Kito in: Svalbard |
Jul
23
2009
3

Deutschland von seiner schönen Seite …

… haben wir auf unserer Kurzreise kennen gelernt. Erstmal auch ein Entschuldigung, denn immerhin liegt der Urlaub auch schon wieder eine Woche zurück. Ich bin aber noch nicht eher dazu gekommen darüber zu berichten.

Wie ihr wisst, sind wir den Sommer über stolze Hundebesitzer. Und ebenfalls zum Hund gehört eine rollende Hundehütte. Anke hat uns nämlich nicht nur den Hund anvertraut, sondern auch ihren heiß geliebten VW T3 Campingbus. Und nach dem wir sie nach Frankfurt an den Flughafen geschafft haben, nahmen wir als Nachhauseweg nicht die Autobahn, sondern Straßen mit den Namen Klassikerstraße, Alpen-Ostsee-Route, Burgenstraße und Deutsche Alleenstraße. 5 Tage ging das so und übernachtet wurde natürlich im Bus, an den schönsten Orten die wir fanden, direkt am Main oder auf dem 900 Meter hohen Inselsberg in Thüringen.

Mit dem Wohnmobil reisen, dachten wir, hat immer etwas von Rentnerreisen. Aber dem ist überhaupt nicht so. Es ist schon gemütlich mit offenem Fenster langsam durch die Landschaft zu tuckeln und Musik zu hören. Man hat alles an Bord, man hat Platz und kann die Zeit einfach geniessen. Abends wird dann der Herd angeschmissen und später die Rücksitzbank umgeklappt, gerade dort wo es einem am meisten gefällt.

Wir schauten uns Aschaffenburg, Schwäbisch Hall und Rothenburg ob der Tauber an und waren fasziniert von diesen Städten. Obwohl einige Stellen von Touristen sehr überlaufen waren, sind es trotzdem sehr schöne, alte und ehrwürdige Städte. Viel Fachwerk, viele Burgen und viele Schlösser. Und in jeder dieser Stadt gab es natürlich auch einen Biergarten, wo wir unser bayrisches Weißbier, Weißwürste oder Thüringer Bratwürste genossen.

Auf Beweisfotos könnt ihr wieder eine Auswahl der schönsten Bilder bewundern und zählt mal die Kito-mit-Jackson-von hinten-Bilder ;-)

Written by Kito in: Allgemein, Jackson |

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