Okt
26
2010

Ausgerissen!

Kurz angekündigt und von Kito versprochen, folgt hier ein Bericht zu unserem vergangenen Wochenende. Zack, zwei Tage Urlaub genommen, ruckzuck Flug gebucht und schon gings in ein schönes, langes Wochenende. Wohin? Wir antworten synchron: natürlich nach Norwegen!

Anlass, oder zumindest vorgetäuschtes Alibi für einen weiteren Abstecher nach Norge, war Alex. Der absolviert gerade ein kurzes Praktikum in Bergen und konnte uns so fast kostenfrei in seinem Appartment unterbringen. Fast bedeutet, dass wir für die drei Übernachtungen in Naturalien, also in Wein und Wodka, zahlten. Nicht ganz uneigennützig, muss ich zugeben.

Zum Wochenende fallen mir jetzt im Nachhinein nur Stichpunkte ein wie “typisch norwegisches Essen”, “endlich Schnee”, “lange Gespräche” und “Frischlufttanken”.

Tatsächlich haben wir uns von dem Wochenende keineswegs Stadtrundgang und Shopping-Streifzüge erhofft. Vielmehr wünschten wir uns, ganz viel draußen zu sein, wandern zu gehen und durchzuatmen. Und so planten wir für Samstag und Sonntag eine kleine Hüttentour. Das ist in Norwegen ganzjährig möglich, die DNT-Hütten sind gut im Internet ausgeschrieben. Alles eigentlich kein Problem. Wenn man sich nicht gerade, wie in unserem Fall, eine Hütte mit “Sommerroute” aussucht. Mh. “Das schaffen wir schon!”, “So viel Schnee wird das doch nicht sein”, “Wir fahren erst einmal los”. Nach einer einstündigen Busfahrt und 400m höher über den Meeresspiegel mussten wir dann relativ schnell einsehen, dass es doch mehr Schnee als erwartet war. Gut gelaunt stiefelten wir los, immer in der Spur eines Traktors, drei Norwegenfans im Neuschnee, die schweigend wanderten. Als dann doch noch ein alt eingesessener Norweger uns wirklich eindringlich davon abriet, die Hüttentour fortzusetzen, waren wir geschlagen. Es ging wirklich nicht! Aber egal. Allein die kurze Wanderung war wunderbar, voll bepackt im feinsten Neuschnee bei strahlender Sonne.

Zurück in Alex Unterkunft gab es zur Entschädigung Reker (Krabben) satt. Mhhh. Lecker.

Auch Sonntag zeigte sich Bergen eher von seiner unüblichen Seite und lockte mit blauem Himmel und heller Sonne nach draußen. Also raus! Kurzer Abstecher nach Gamlehaugen, Bergens Königsresidenz um anschließend durch die Altstadt zu schlendern und mit der Fløybahn auf den Berg kutschiert zu werden.

Oben, etwas abseits von den quirligen Tourimassen, richteten wir uns auf einer einsamen Bank unser nachmittagliches Picknick ein – mit Chicken Wings, Tee, Kaffee und Sonnenschein vergingen die Stunden.

Ja, so wird mir unser Bergen-Ausflug in Erinnerung bleiben. Wunderbar. Wie eine andere Welt. Entspannend. Und mit dem Fazit, dass sich so ein kleiner Ausreisser aus dem Alltag unbedingt lohnt!

Das lange Wochenende endete mit einem halben (Mon-)tag in Berlin, denn nach Ankunft aus Bergen blieb uns noch ein Nachmittag, um die deutsche Hauptstadt zu erkunden. Bootfahren, Kaffeetrinken, Rumschlendern und dann ab nach Hause.

Ich habe auch ein paar nette Bilder geschossen, die gibt es wie immer unter Beweisbilder.

Viel Spaß beim Durchblättern!

Euer Julius

Written by Julius in: Allgemein,Urlaub |

2 Kommentare »

  • Welche Hütte sollte es den werden? Hat das den Kito eigentlich sehr gewurmt das ihr nicht weitergekommen seid? Woran lag es eigentlich? Keine Wegmarkierungen mehr zu sehen oder eine Gelände was nur mit Ski zu bezwingen gewesen wäre?

    Etwas kopfschütteln muss bei Picknick mit Chicken Wings. Lefse hätte es sei müssen wenn typisch norsk :)

    LG! M

    Kommentar | 27. Oktober 2010
  • Julius

    He Markus,

    es sollte die Kalvedalshytta werden (http://ut.no/hytte/kalvedalshytta)
    Es war einfach zu viel Neuschnee. Wir sind bis zum Oberschenkel im Schnee versunken. Von kleinen roten “T”s auf Steinen war da natürlich keine Spur mehr.
    Und ja, ganz richtig, der Kito wär wohl noch ein paar Meter weiter gegangen, ehe er aufgegeben hätte ;-)
    Und ja, auch richtig, kylling ist jetzt nicht so typisk norsk. Men vi spiste ogsaa mye skjell og laks og lefse og skillingsboller og reker og faarikaal… :-P

    klem fra tyskland
    jr

    Kommentar | 27. Oktober 2010

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