Kaputt gespielt
He liebe Leser,
oh Mann, die Sonne brennt, es ist schwül, eigentlich nix für meine skandinavische Haut. Der Tag ist zäh und daher auch ziemlich unproduktiv. Hinzu kommt die körperliche Erschöpfung, die eindeutig aus den vergangenen beiden Wochenenden resultiert. Was da los war?
Das Wochenende vom 16. bis 18. Mai verbrachten wir wie angekündigt im wunderbaren Oslo, feierten den Nationalfeiertag und verhielten uns wie echte kleine Norweger. Fähnchen, Schleife, Nationalfarben, Mitfeiern und Winken. Ein richtig gelungener Tag, der dadurch gekrönt wurde, dass wir uns in den Zug der Schüler einreihten und mit ihnen vor das Schloss zogen. So standen auch wir für ein paar Sekunden unter dem Schlossbalkon, von dem uns eine freundlich royal lächelnde Königsfamilie zuwinkte. Was für ein großer Augenblick. Insgesamt zeigen wir in Norwegen schon beinahe mehr Patriotismus als im eigenen Lande. Komisch, aber wahr.
Weil ich zu faul zum Schreiben bin und Bilder sowieso mehr sagen als 1000 Worte, verweise ich an dieser Stelle gern einmal mehr auf die Kategorie Beweisbilder. Schaut mal rein!
So, am Montag, den 18. Mai landeten wir also wieder im heimatlichen Berlin. Schnell Sachen auspacken, Rucksack ausleeren, und die nächste Tour vorbereiten. Denn von Mittwoch bis Sonntag hieß es: Paddeltour auf der Unstrut. Sagt euch nix? Mir vorher auch nicht. Die Unstrut ist ein Fluss, der in Naumburg in die Saale mündet und sich vorher durch die idyllische Landschaft Sachsen-Anhalts schlängelt. Eine wunderbare Gegend, die ich vorher nicht kannte.
Sechs Mann, ein Hund, vier Boote und Outdoorausrüstung - und schon gings los. Einfach treiben lassen, Baden, Biwaken und die Natur genießen. So verbrachten wir vier einmalige Tage. Echt, es ist schwer, diese Erlebnisse für Außenstehende in Worte zu fassen. Insgesamt war es eine runde Tour, von der wir völlig erschöpft und glücklich wieder heimgekehrt sind. Ich fühl mich gut, gesund, bin schon ein bisschen braun geworden und merke bei solchen Aktionen sehr deutlich, wie wohl ich mich in der freien Natur fühle.
Gutes Schlusswort, wie ich finde.
Bis demnächst
Euer Julius