Jan
22
2009
0

Überraschung geglückt …

Um dieses Jahr das Vergessen vorzubeugen, bin ich zu dem Geburtstag meiner Mutter nach Deutschland geflogen. Okay, es war auch schon ein etwas besonderer Geburtstag als sonst, den immerhin wurde die magische Zahl 50 überschritten. Natürlich wusste meine Mutter auch nichts von meinem Vorhaben nach Deutschland zu kommen. Nur mein Vater und mein Bruder waren eingeweiht. Obwohl Stefan es meinem Cousin, der wiederum meiner Oma und und und erzählt hat, konnte es doch bis zum Freitag verheimlicht werden. Ich habe mich dann einfach mit an den Kaffeetisch gesetzt, wurde zuerst gar nicht registriert, aber danach war die Freude gross.

Es war auch sonst schön mal wieder in Deutschland zu sein, denn eigentlich geht es uns dort auch gar nicht so schlecht. Man wird freundlich bedient, wovon die Norweger noch bisschen was lernen könnten, sieht Familie und Freunde wieder und natürlich das eigene Heim.

Da in Deutschland ja auch der Winter Einzug gehalten hat, waren wir natürlich jeden Tag auf den Skiern unterwegs aber haben den Elch nie gesehen. Ehrlich gesagt, haben wir auch keine direkte Ausschau nach ihm gehalten, dass machen andere Leute schon zu genüge.

Jetzt bin ich wieder in Gjøvik, arbeite an meinem Projekt und schaue dem Schnee zu, wie er leise fällt, muss mir Gedanken machen, was ich am Wochenende so anstelle, da Julius ja leider nicht mehr hier ist.

Aber das wird schon!

Written by Kito in: Allgemein |
Jan
11
2009
1

Alte Heimat

Wahnsinn, ich bin schon wieder eine Woche in Deutschland. Tja, was soll ich berichten? Ich habe erst einmal alle Eindrücke gesammelt, um sie euch geballt zu vermitteln. Was ist anders? Wie fühle ich mich? Und wo muss ich mich wieder umstellen?

Im Grunde bin ich mental ziemlich schnell wieder in Deutschland angekommen. Die ersten Tage im Kreise der Familie vergingen wie im Flug und ich hatte das Gefühl, nur ganz kurz weggewesen zu sein. Es fühlte sich an wie ein Filmriss nach einer guten Party und nun geht´s einfach weiter. Als ob der ganze Norwegenaufenthalt nur ein Traum gewesen wäre. Schon komisch. Wie zwei nicht zu verbindende Welten. Klingt dramatisch, kommt mir aber wirklich so vor. Tja, nun bin ich wieder hier in meiner kleinen Wohnung in Mittweida, gehe in Vorlesungen, zu Lidl super billig einkaufen und zögere schon wieder, den etwas teueren Wein für 2 Euro nochwas zu nehmen. Vor zwei Wochen hätte ich sonstwas für eine Flasche unter 7 Euro gegeben. 

Was ist noch anders? Ich muss nun alle fremden oder hierarchisch über mir stehenden Personen siezen, kann nicht mehr überall mit Kreditkarte zahlen, werde für meinen kleinen, an der Jacke baumelnden Reflekort-bären belächelt und schaue in viele grimmige Gesichter. Hilfe, sind die Deutschen schlecht drauf! Grummeln gehört zu den liebsten Angewohnheiten, gleich neben ernsthaftem Schimpfen und Stressverbreiten. Nix mehr mit ruhigem, kommentarlosen Autofahren und Geduld an der Einkaufskasse.

Zugegeben, ich bin selber ein stressiger Mensch. Aber in Norwegen war die Gemütlichkeit so ansteckend, dass ich schon behaupten würde, ein wenig ruhiger und ausgelassener geworden zu sein. Hoffentlich kann ich mir das noch eine Weile bewahren.

Insgesamt merke ich jetzt, wie gut mir der Auslandsaufenthalt tat, wie wohl ich mich in Norwegen gefühlt habe und möchte am liebsten in den nächsten Flieger Richtung Norden steigen. Für Kito und mich war es eine Probe: kommen wir in Norwegen zurecht und könnten dorthin, wenn auch nur für eine Weile, gehen? Meine Antwort lautet: definitv! Ich kann es mir sehr gut vorstellen, komme mit dem Land, der Sprache, den Norwegern sehr gut zurecht und vermisse alle drei gleichermaßen. 

Einige feste Daten stehen schon in meinem sonst ziemlich leeren Plan für 2009. Und sie haben alle mit Norwegen zu tun. So möchte ich den Kito noch einmal vor März in Gjøvik besuchen, am Nationalfeiertag im Mai in Oslo dem Königspaar zuwinken und hoffentlich im Sommer die Lofoten erkunden. Mein Interesse für dieses wunderbare nordische Land ist geweckt. Norge, jeg vil komme tilbake.

So, damit überreiche ich das Zepter des Hauptautoren an Kito. Ich bin raus! Kito ist noch bis März in Norwegen und berichtet hoffentlich noch von einigen spannenden Momenten während seines Auslandspraktikums. Lykke til!

Written by Julius in: Allgemein |

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