Dez
30
2008
3

Die letzten Tage …

… sind angebrochen. Wir sind gerade aus unserem Super-Ski-Urlaub in Trysil zurück. Aber schaut selber; unter Beweisfotos gibt’s Fotos mit jeder Menge Schnee, Wind und Hüttenzauber.

Es war ein überaus gelungener Urlaub. Wie geplant wurde es in unserer kleinen, weil nur 20qm-großen Hütte, dank Kaminfeuer, Aussicht auf einen zugefrorenen Fluss, Buch und Waldidylle schnell romantisch. Das von unserer Hütte nur vier Kilometer entfernte und Norwegens größte Skigebiet war bestens für unsere Ansprüche. Böse Zungen hatten im Vorfeld immer behauptet, in Norwegen seien die Skigebiete klein und langweilig, die Hänge nicht steil und lang genug. Klar, es sind nicht die gewohnten Alpen. Trotzdem hatten wir auf den 70, meist leeren, Pisten unseren Spaß. Ich habe Telemarkskier lieben gelernt und Julia hat ihre kürzlich gekauften Twintips eingefahren.
Heiligabend verlief auch sehr ruhig, angenehm ruhig. Es ist merkwürdig, ganz ohne Familie, aber auch echt schön mal zu zweit in einer Hütte Weihnachten zu feiern. Abends gab es DAS norwegische Traditionsweihnachtsessen - Pinnekjøtt. Für alle die es nicht kennen: getrocknetes Schaffleisch wird in einem Topf auf Birkenhölzer geschichtet und mindestens drei Stunden “gedämpft”. Dazu gibts Kohlrabimus und Kartoffeln. Gut, Gans wäre auch wieder lecker gewesen. Aber wir wollten ja norwegische Weihnacht und da gehört Pinnekjøtt eben dazu. Fazit: kann man essen, nix ekliges, aber auch nichts für jeden Tag.

Gerade sind wir dabei, die Kammer von Julia aufzuräumen und übergabefertig zu machen. Ihr wisst gar nicht, was sich alles so in 3 Monate Oslo ansammeln kann. Postkarten, neue Klamotten, Heftchen, dies und das, Krimskrams. Der Wahnsinn!
Alles einpacken, aussortieren, verschenken, Bude durchwischen und fertig. Endlich.
Ein bisschen Wehmut schwingt schon mit, als wir das letzte mal in das kleine Studentenwohnheimzimmerchen schauen und endgültig zuschließen. Tschüßi, Kringsjå.

So, jetzt wird noch ordentlich Silvester in Oslo zelebriert und dann starten wir in ein nicht weniger ereignisreiches Jahr 2009!

Habts gut, kommt gut rüber, verdünnt den Alkohol nicht zu stark und nehmt euch nicht zuviel vor fürs neue Jahr!

Kito und Julius

Written by Kito in: Allgemein, Oslo |
Dez
20
2008
1

Vorweihnachten …

… ja bei Kito war heut schon Bescherung. Ich kam nicht drum herum und musste mir dieses Geschenk kaufen. Bei dem derzeitigen Kronenkurs und die 50% Rabatt, die ich bekommen habe, wäre alles andere nur Dummheit gewesen. Aber seht selbst und klickt auf das Bild.

Written by Julius in: Allgemein |
Dez
18
2008
0

Das Jahr neigt sich dem Ende …

… und die letzten beiden Arbeitstage sind hier in Norwegen angebrochen. Aber zum Glück bleiben wir noch ein bisschen länger. Wer es noch nicht weiß, am Sonntag fahren wir zum Skifahren für eine Woche nach Trysil, Weihnachten inklusive.

Auf was ich aber hinaus will, ist das letzte Wochenende. Um nicht wie zwei kaltblütige Anfänger, na gut Julia war bis jetzt schon unzählige Male skifahren in Tryvann, auf der Piste zu stehen, haben wir letzten Freitag den Frozen Friday mitgenommen. 50% Discount für Studenten auf den Skipass. Welch Glück Student zu sein. Und um den ganzen noch einen draufzusetzen, habe ich mich das erste Mal in meinem Leben auf Telemarkski gestellt. Der Liftboy in der Skiausleihe (wo ich 490,- NOK ausgegeben habe), den ich um Rat und Tipps gebeten habe, hat nur gemeint, er hat es selber noch nicht probiert, da es zu schwierig aussehen würde. Wow, wie aufbauend. Ich habs gemacht und bin gleich beim losfahren nach vorn gekippt. Aber, nicht meine Schuld, die Ski waren falsch gewachst und klebten fest wie Kaugummi am/im Schnee. Schnell behoben und dann ging es ab, nach 4-5 Fahrten hat man den Dreh raus und geschwindt (sehr) ging es die Piste runter. Ich sage nur, ein toller Spaß und sogar mein Knie hat nicht gemeckert. Jetzt freue ich mich schon tierisch darauf, irgendwann mal zusammen mit meinem Bruder den Telemarkfreeheeler die Pisten unsicher zu machen und Touren zu unternehmen.

Sonnabends haben wir noch die letzten Weihnachtseinkäufe getätigt und werden uns wohl gegenseitig dicke Pullover gegen die Kälte in Trysil schenken. Julius hat ein bissl Angst, da sie meinen, den ich ihr schenken werde, noch nicht gesehen hat, aber meint, man bräuchte auch mal einen zum tapezieren :-( (Wo wollen wir denn tapezieren?)

Am Sonntag, das Wetter war leider nicht ideal, sind wir zusammen mit Katja raus, um den Nationalsport der Norweger, nein nicht Eishockey, Skilanglauf zu probieren. Was heißt hier probieren, eigentlich können wir es ja, nur leider ist die Gegend bisschen steiler als im Erzgebirge und Julius hatte ihre Mühe Not mit den Abfahrten. Das Resultat war ein gebrochener Skistock und ne blutende Nasse. Auf der Piste sah es aus, als hätten wir einen Elch überfahren und alle Norweger machten einen großen Bogen darum, um nicht ihren Wachs zu ruinieren. Am Ende kamen wir aber trotzdem auf 11 Kilometer mit Zwischenstopp in einer Baude. Abends gabs als Seelentröster echten Deutschen Kassler mit Rosenkohl und ich denke nächste Woche in Trysil wird auch Julia wieder darauf brennen eine Runde skilanglaufen zugehen. In diesem Sinne, zurück zur Arbeit.

Written by Kito in: Oslo |
Dez
17
2008
2

Langzeitschäden

Ich habe durch Zufall diese Liste gefunden und möchte sie euch nicht vorenthalten.

Dass Sie sich schon zu lange in Norwegen aufhalten, können Sie daran erkennen:

  • Sie kommen immer mehr zu der Überzeugung, dass ohne den Einsatz der Norweger die Welt wahrscheinlich in Kürze dem Untergang geweiht sein würde.
  • Sie bestellen nur Ihr eigenes Bier an der Bar, auch wenn Sie in einer Gruppe von Leuten unterwegs sind.
  • Es überrascht Sie nicht, wenn die Person, die direkt vor Ihnen geht, Ihnen die Tür nicht aufhält.
  • Wenn Sie von einem Fremden auf der Straße angelächelt werden, nehmen Sie an, dass:
    A) Er betrunken ist.
    B) Er verrückt ist.
    C) Er Amerikaner ist.
    D) Alle diese Punkte auf ihn zutreffen.
  • Sie denken, es gäbe kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.
  • Es normal, um 11 Uhr das Mittagessen und um 15 Uhr das Abendessen einzunehmen.
  • Sie können Fisch auf fünf verschiedene Arten zubereiten, ohne dass er gekocht wird.
  • Sie verbringen Ihre gesamte Freizeit unter freiem Himmel – das Wetter spielt dabei keine Rolle.
  • Sie achten bei Treffen mit Freunden auf schicke Kleidung, bei der Arbeit ziehen Sie sich leger an…

Manch einen mag diese Liste verwundern. Aber ich finde mich tatsächlich darin wieder. Es stimmt auf jeden Fall. Ich könnte die Liste sogar noch erweitern…

Written by Julius in: Eigenarten, Oslo |
Dez
09
2008
2

Mein Oslo

Schon Dienstag und doch erst Wochenanfang. Ja, ein langes Wochenende hat vielerlei Vorteile. Nachteil für den Leser: er muss noch einen Tag länger auf meinen gewohnten Wochenendbericht warten. Lieber Leser, du seist erlöst, denn hier kommt der Bericht.

Dieses Wochenende war Papsi zu Besuch in Oslo. Im übergewichtigen und daher bei ryanair teuer bezahlten Koffer schmuggelte er reichlich Nikolausgeschenke, Süßigkeiten, Alkohol und Nahrungsmittel nach Oslo. Was für eine Freude! Am meisten habe ich mich wohl über die Flasche Rum und das Kassler gefreut. Mag komsich klingen, aber ich hege hier wirklich einen Heißhunger auf Fleisch. Dank dieser Mitbringsel und des Pakets von Kitos Mum sind wir nun bestens ausgestattet in Sachen Adventsnaschereien und deutscher Lebensmittel. Vielen lieben Dank an die Überbringer und Knecht Ruprecht.

Nun aber zum eigentlichen Wochenendplan. Ich habe mir natürlich schon im Vorfeld eine Menge Gedanken über den Verlauf der Besuchstage gemacht. Jeder einzelne Schritt war geplant. Die einzige Variable war das Wetter. Aber sogar das hat meinen Erwartungen entsprochen. Es war eine merkwürdig Situation, denn bisher war ich immer zu Besuch bei Papa und er organisierte. Nun war ich an der Reihe, wollte Oslo von seiner besten Seite zeigen und damit imponieren.

 

Das hat, glaube ich, auch geklappt. In Kurzversion unternahmen wir samstags: einen Stadtrundgang, Besuch des Weihnachtsmarktes und des Fram-Museums, Essen beim Mongolen. Sonntag folgten dann: eine Fährfahrt auf dem Oslofjord, Bergfahrt zum Winterpark Tryvann, Besuch des Frognerseteren-Cafes und der Mikrobrauerei, Essen beim Inder. Klingt viel, war auch viel. Es waren sehr intensive, wunderschöne, erlebnisreiche und spannende Tage. Papa hielt alles in gewohnter Weise in Bildern fest. Sicher stelle ich die ein oder anderen Beweisfotos noch auf die Seite.  

Öffentlicher Aufruf an Paps: vielleicht kannst du ja noch ein kurzes Statement zu dem Wochenende abgeben. Für uns war es wunderschön, warst ein angenehmer Besuch. Wir hoffen, dir hat es rundum gefallen in unserem Oslo! Liebste Grüße!!!

Written by Julius in: Allgemein, Oslo |
Dez
03
2008
2

Südpaket

Montag Abend war es endlich so weit. Nachdem mich die Hauptpoststelle auf eine kleinere Poststelle weitergeleitet hatte, konnte ich das Weihnachtspaket meiner Eltern endlich entgegen nehmen. Vielen, vielen Dank auf diesem Wege. Insgesamt bestand das Paket aus 10 Kilo Süssigkeiten. Christian wird jetzt wahrscheinlich kugelrund und kriegt nen Bart. Aber wie versprochen gebe ich eine Hälfte an Julia ab.

Written by Kito in: Gjøvik |
Dez
03
2008
0

Det snør… igjen!

Pünktlich zum Dezemberanfang hat der Winter hier oben Einzug erhalten. Nun schneit es, ungelogen, schon seit Sonntag Abend durch und ich bin nur noch in den dicksten Winterstiefeln unterwegs. Die Fusswege sind nicht geräumt, die Strassen glatt wie Sau und hinzu kommt noch die Dunkelheit; auf den Bergen (-> Gjøvik hinter den Bergen gen Osten) verabschiedet sich die Sonne um 3 Uhr.

Am Wochenende hatte ich noch ein schlechtes Gefühl, was den Winter anbelangt. In der Stadt ging der Schnee von Samstag auf einmal komplett in Regen über, und ich fühlte mich wieder wie in Mittweida. Als ich dann am Sonntag eine kleine Wanderung in die Berge unternommen hatte und aus dem Nebel noch nicht mal 100 Höhenmeter gestiegen war, gab es kein Regen mehr sondern nur noch Schnee, Schnee, Schnee, knietief und Sonne pur.

Und die Moral von der Geschichte, es wird Zeit, sich ernsthaft nach paar Skiern umzuschauen!

Written by Kito in: Gjøvik |

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