Dez
17
2008
2

Langzeitschäden

Ich habe durch Zufall diese Liste gefunden und möchte sie euch nicht vorenthalten.

Dass Sie sich schon zu lange in Norwegen aufhalten, können Sie daran erkennen:

  • Sie kommen immer mehr zu der Überzeugung, dass ohne den Einsatz der Norweger die Welt wahrscheinlich in Kürze dem Untergang geweiht sein würde.
  • Sie bestellen nur Ihr eigenes Bier an der Bar, auch wenn Sie in einer Gruppe von Leuten unterwegs sind.
  • Es überrascht Sie nicht, wenn die Person, die direkt vor Ihnen geht, Ihnen die Tür nicht aufhält.
  • Wenn Sie von einem Fremden auf der Straße angelächelt werden, nehmen Sie an, dass:
    A) Er betrunken ist.
    B) Er verrückt ist.
    C) Er Amerikaner ist.
    D) Alle diese Punkte auf ihn zutreffen.
  • Sie denken, es gäbe kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.
  • Es normal, um 11 Uhr das Mittagessen und um 15 Uhr das Abendessen einzunehmen.
  • Sie können Fisch auf fünf verschiedene Arten zubereiten, ohne dass er gekocht wird.
  • Sie verbringen Ihre gesamte Freizeit unter freiem Himmel – das Wetter spielt dabei keine Rolle.
  • Sie achten bei Treffen mit Freunden auf schicke Kleidung, bei der Arbeit ziehen Sie sich leger an…

Manch einen mag diese Liste verwundern. Aber ich finde mich tatsächlich darin wieder. Es stimmt auf jeden Fall. Ich könnte die Liste sogar noch erweitern…

Written by Julius in: Eigenarten,Oslo |
Okt
27
2008
3

Anders Teil III

Um auch dieser Kategorie wieder ein wenig mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, und um euch von den merkwuerdigen Dingen dieses Landes in Kenntnis zu setzen, hier Teil III:

Zebrastreifen berechtigen immer dazu, ohne sich umzuschauen, ueber die Strasse zu gehen. Ernsthaft. Einfach rueberlaufen. Prompt bleiben alle Autos stehen, warten freundlich, und lassen den Fussgaengern den Vorrang. Umsonst uralte Weisheiten aus der Kindheit, die anfangs noch in meinem Kopf spukten: “Erst gucken, dann gehen”. Hinfaellig. Dies hat natuerlich zur Folge, dass der komplette Stadtverkehr nur noch im Schneckentempo vorankriechen kann, einschliesslich Bus und Strassenbahn. Habe mich inzwischen sehr daran gewoehnt immer Vorrang zu haben. Bleibt zu hoffen, dass ich waehrend meiner Eingewoehnungsphase nach meiner Ankunft in Deutschland auf halbwegs tolerante Fahrer treffe, sonst wirds kritisch.

Ohja, eine ganz andere Eigenart betrifft das Thema Mahlzeiten. Das ist wirklich eine Umstellung. Ich versuch es mal zu erklaeren. Frokost gibt es morgens wie gewohnt, Lunsj folgt dann meist in Form eines kalten Snacks zwischen 11 und 13 Uhr. So weit, so gut. Aber jetzt kommts. Middag ist ein warmes Essen im Kreise der Familie. Wenn alle von einem langen Tag nach Hause kommen, wird ordentlich gekocht und zusammen gegessen. Das ist so zwischen 16 und 18 Uhr. Ganz schoen zeitig fuer ein ordentliches Abendbrot. Tja, deshalb gibt es abends ab 21 Uhr noch Kaffee und Kuchen. Verrueckte Norweger.

Written by Julius in: Eigenarten |
Okt
05
2008
4

Anders Teil II

So, ein langes Wochenende liegt hinter uns und ich habe fleißig kleine Verrücktheiten beobachtet.

Es geht los:
Die Norweger hassen es, ganz im Gegensatz zum gemeinen deutschen Staatsbürger, sich in Schlangen anzustellen. Deswegen umgehen sie dieses Übel und haben das Nummernziehen etabliert. Aber nicht etwa nur auf Behörden. Nein, quasi überall. So also auch in der Touristeninfo, beim Fahrscheinkauf, an Rezeptionen und in der Post. Mag der Laden noch so klein sein, man muss eine Nummer ziehen und dann warten bis dieselbige per LED-Anzeige die Erlaubnis erteilt zum Schalter zu gehen.

Ganz andere Sache mal zwischendurch: ES GIBT KEINEN QUARK! Wie furchtbar. Damit reduziert sich die Anzahl meiner Lieblingsgerichte erheblich. Nix mit Kartoffeln und Quark, Quarkstulle, Quarktaschen, Zaziki und russischen Zupfkuchen.

In Norwegen zahlt man ausnahmslos alles mit Kreditkarte. Selbst Centbeträge werden fleißig mit Plastegeld beglichen. Nur doof, dass die meisten Supermärkte keine ausländischen Kreditkarten akzeptieren und wir so täglich neu als “Fremde” denunziert werden.

Ach ja, Thema Mode: zur Zeit gibt es nur zwei Möglichkeiten als modern angezogener Mensch durchzugehen. Entweder man trägt ganz enge Hosen oder gar Leggins, dazu lange ausgebeulte Pullis und Gummistiefel oder graue riesengroße Trainingsanzüge. Tja, mehr gibt es nicht. Werd wohl auch im Bereich Mode immer als Nichtnorwegerin erkannt werden, denn mit der Mode kann ich mich noch nicht recht anfreunden.

Written by Julius in: Eigenarten |

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