Aug
12
2011
2

Unser teuerster, aber auch atemberaubendster Urlaub

Bevor das nächste große Highlight (Julias Geburtstagsgeschenk und Riesenpicknick im Park), schreibe ich mal schnell einen Reisebericht von unserem Lofoten- und Vesterålenurlaub. Und ich nehme es mal vornweg, es war der teuerste Urlaub, denn wir, bis jetzt, zusammen verbracht haben. Das wussten wir natürlich schon vorher und diese Reise konnten wir uns als Studenten auch nie vorher leisten. Aber es hat sich mehr als gelohnt. Die Landschaft da oben ist atemberaubend und faszinierend. Da es leider keine Flüge mehr direkt nach Harstadt auf die Lofoten gab, flogen wir bis nach Tromsø hoch und liehen uns dort einen Mietwagen, der für die nächsten 2 Wochen unser treuer Gefährte war. Obwohl, einmal half der norwegische ADAC, was aber eher meiner Unkenntnis zu Ecoautos zu zuschreiben ist.

Die ganze Zeit schliefen wir in einem 15 Jahre alten Zelt und dessen Altersschwäche zeigte sich vor allem in den stürmischen und regnerischen Nächten. Es kam schon mal vor, dass Julia in einer Pfütze erwachte. 2 Nächte suchten wir uns deshalb ein festes Dach über den Kopf, einmal als der Regen so stark war und die Sachen noch vom vorhergehenden Tag nass waren und das zweite Mal, um Alex zuliebe, in einer Berghütte des norwegischen Touristenvereins. Natürlich klingt das jetzt gar nicht so nach guten Wetter, aber ich sag euch, es war verhältnismäßig spitze. Julia meinte zwar, 3 Grad wärmer hätten nicht geschadet, aber dann hätte ich ja jeden Tag in kurzen Hosen rumrennen müssen.

Tromsø begrüßte uns mit strahlend blauen Himmel und 28 Grad. Rekord, für die nächsten 2 Wochen und bestimmt auch für den ganzen Sommer. Da macht es natürlich Spass, durch so eine schöne Stadt zu schlendern und Kaffee und Kuchen in der Sonne zu geniessen. Wir nutzen auch das schöne Wetter, um die ersten Kilometer Richtung Narvik zu fahren und uns einen schönen Zeltplatz zu suchen. Das erste Bad im Meer ließ auch nicht lange auf sich warten. Frühs dann auch die erste Sensation, Schweinswale begrüßen uns zu unserem Frühstück. Immer wieder tauchen die delfinähnlichen Wale an der Oberfläche auf und schniefen Wasser durch ihr Atemloch.

Mit der Fähre ging es dann von Narvik rüber auf die Lofoten und wir gingen, wie so oft, an einen der zahlreichen weißen Sandstrände spazieren und finden hier auch die ersten sagenhaften Moltebeeren. Leider noch nicht ganz reif, freuten wir uns schon auf die Zeit in einer Woche, wenn sie dann reif und schmackhaft auf unseren Plinsen landen. Am Ende konnten wir uns vor Moltebeeren auch gar nicht mehr retten.

Ach ja, noch eine Info hinzu. Da wir oberhalb des Polarkreises waren, ging für uns die Sonne 24 Stunden nicht unter. Manche Fotos stammen von kurz vor Mitternacht und das Licht zu dieser Zeit ist phänomenal – da schlägt das Herz des Fotografen sofort höher. In Solvær, der selbst ernannten Hauptstadt der Lofoten, dessen Anspruch wir nicht teilen konnten, trafen wir einen einheimischen Kletterer, der uns mit Informationen für die nächsten Tage versorgte und uns noch 2 Geheimtipps zum wildzelten gab. Der erste Zeltplatz war eine Art Basecamp für einige Kletterer, denn die Lofoten sind, aufgrund ihrer steilen Felsflanken, begehrte Kletterziele. Wir selber bouldern dort etwas rum und geniessen eine Aussicht auf zwei sich treffende Hurtigruten mit tollen Huppkonzert. Für mich war es ein Moment absoluter Glückseligkeit oder, wie Julia später schreibt, ein Moment zum Sterben.

Schönere Städte, oder Dörfer, sind auf jeden Fall Kabelvåg, Henningsvær, Å und Reine. In Kabelvåg schauen wir uns die Seehund- und Riesenotterfütterung im Aquarium an, sehr sehenswert und zu empfehlen. Danach gings weiter Richtung Henningsvær, eine kleine Stadt, die auf mehrere Inseln verteilt liegt und nur über mehrere einspurigen Brücken zu erreichen ist. Bei einer einheimischen, korpulenten Fischersfrau kauften wir uns frische Reker, die wir sofort am Hafen verspeisten, und 2 frische Walsteaks, die vom Geschmack sehr stark an frische Leber erinnert.

Der nächste Tag ist sehr verregnet und somit ideal für Museumbesuche. In Borg, bekannt vom “billigen” Bier aus Norwegen, besuchen wir das Wikingermuseum. Vor etwa 20 Jahren fand man hier Überreste eines Langhauses und baute dieses wieder vollständig auf. Im Museum selber konnte man alles ausprobieren, kosten und anfassen. Wir probierten uns im Axtwerfen und Bogenschießen. Wir fuhren weiter nach Ballstad und angelten uns einen kleinen Dorsch, den wir uns über offenen Feuer als kleine Vorspeise zum Abendbrot braten.

Natürlich haben wir auch das Nationalgericht der Lofoter, Bacalao, probiert. Dazu wird Dorsch im Winter gefangen und an der frischen Luft getrocknet, bis der Fisch hart wie Holz ist. In einer Art Soljanka wird das Fischfleisch wieder weich und genießbar. Die Suppe war echt lecker.

Wandern waren wir ebenfalls einige Male. So zum Beispiel auf den Reinebriggen. 450 Höhenmeter auf 2 Kilometern mit bis zu 70% Steigung. Und zu unserem Glück reist der Himmel auf als wir oben sind und es ergibt sich ein wunderschöner Blick auf Reine, wie aus dem Flugzeug, grandios. (Das Wetter ist auf den Lofoten auch eine Phänomen für sich. Es kann stürmen und regnen und eine Stunde später strahlt die Sonne wieder, Wetterberichte sind deshalb nicht vertrauenswürdig.) Als wir wieder unten sind ist keine einzige Wolke mehr am Himmel zu sehen. Wir leihen uns ein Zweierkajak und paddeln genüsslich durch den (das?) Fjord nach Veidstad, denn hinter diesem Dorf, welches nur per Boot erreicht werden kann, liegt einer der schönsten Strände Norwegens. Dort schlagen wir auch unser Lager auf und genießen mit Mitternachtssonne das warme Wetter und schlendern durch die Bucht. Am nächsten morgen ging es dann per Kajak wieder zurück, der Wind hat bisschen zugenommen und wir haben doch ganz schön zu kämpfen. Und weil wir schon mal am Meer sind, sind wir wagemutig und paddeln mit dem Kajak ein Stück aufs offene Meer. Und das macht richtig Spass, die Wellen heben das gesamte Boot 1m bis 2m und lassen es wieder sanft sinken.

Das waren unsere Tage auf den Lofoten und mit einer Fähre ging es nun auf die Vesterålen, eine Inselkette etwas nördlicher und nicht mehr so atemberaubend wie die Lofoten, denn hier ist Platz und es kann Landwirtschaft betrieben werden, wo hingegen die Lofoten nicht mal Platz für Häuser haben und diese dann direkt auf Pfählen ins Meer gebaut werden müssen. Man sagte uns auch, dass die Lofoten von Touristen nur so überlaufen wären. Klar sind viele Touristen dort und auch sehr viele Wohnmobile unterwegs, aber nie so, als dass man sich unwohl fühlen muss.

In Stokmarknes auf den Vesterålen liegt die Geburtsstätte der Hurtigruten. Hier gibt es ein wunderschönes Hurtigruten-Museum mit einer echten Hurtigrute, die an Land gehievt wurde und auf eigene Faust erkundet werden kann. Aufpassen, man kann sich leicht verlaufen. Am nördlichsten Ende der Inselkette gibt es neben einer Raketenabschussanlage der NASA! ein kleines Fischerdorf Nysksund. Dieses Dorf wurde schon vor einigen Jahrzehnten von den Fischern verlassen, doch ein paar deutsche Hippies versuchen dort ihr eigenes Utopia aufzubauen.

Nun hab ich doch am Ende den Text schnell runter erzählt, aber schaut euch einfach die Fotos an, denn diese sagen bekanntlich mehr als Worte. Es bleibt festzuhalten, der Urlaub war einer der schönsten, den wir jemals verbracht haben. Die Landschaft ist mehr als atemberaubend und man kann sogar eine ganze Woche nur in Reine verbringen, da man hier soviel unternehmen kann. Fast zu schade, um einfach weiterzureisen oder wie die vielen Wohnmobile, die ja eigentlich unterwegs zum Nordkapp sind, nur schnell durchzufahren. Aber so ist es ja meistens mit dem ersten Besuch, so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln und beim zweiten Besuch weiß man dann, wo man hin muss. Und wir kommen wieder, keine Frage!

Written by Kito in: Allgemein,Urlaub |
Jun
01
2011
3

Wannsee – wir kommen

Wir wollen uns wieder mal verabschieden, denn gleich geht’s für 4 Tage an den Wannsee zum paddeln. Jan & Katja waren so lieb uns ihren VW-Bus zu leihen, so dass schon mal für die Unterkunft gesorgt ist. Wir hoffen außerdem, dass morgen zu Christi Himmelfahrt nicht zu viele “Väter” auf dem Wasser unterwegs sind und uns mit Schnäpsen kötern wollen.

Fleißig trainiert haben wir ja bereits schon hier in Leipzig. Erst haben wir FU und Rene mal Leipzig vom Paddelboot aus gezeigt und dann haben wir noch zu zweit die Große Cossirunde in Angriff genommen und auch erfolgreich in knapp 5 Stunden absolviert. Eine wirklich sehr empfehlenswerte Runde, außer der 500 Meter lange Umtragestrecke zwischen Cossi und der Elster. Los ging’s, wie immer am Bootsverleih Klingerweg und dann das Elsterbecken hinunter. Bis hierhin alles bekanntes Gebiet. Hinter der, bald eröffneten, Schleuse in Connewitz kam dann absolutes Neuland für uns. Kleine verwinkelte und stille Seitenarme der Parthe führten uns durch das tiefe Unterholz des Auenwaldes Richtung Cossbudener See. Eine Flaute auf dem Cossi ermöglichte uns eine rasche Überfahrt ohne große Wellen und Begegnungen mit Surfern oder Segelbooten. Nach dem Umtragen stiegen wir sofort in die Strömung der Elster ein und dort konnten wir uns richtig entspannen, zwei drei Stromschnellen schütteln auch mal das Boot durch, denn die Strömung war groß genug um uns bis in die Stadt zu treiben. Jetzt im Nachhinein erfuhren wir außerdem das ein Wehr sogar eine Bootrutsche besaß und wir diese runterfahren hätten können. Aber wahrscheinlich eher zum Übel des Vordermanns, da wir ohne Spritzdecke unterwegs waren. Vielleicht haben wir ja mal Mumm und trauen uns, wir sagen bescheid.

Im Zeichen des Wassers kam uns der 50. Geburtstag meiner Tante Ina mit dem Motto “Alle Mann an Bord” sehr gelegen. Kostüme liehen wir uns im Verleih aus und hatten den ganzen Abend sichtlich Spass. Mein Bart, der 2 Wochen wuchs, hatte natürlich keine Chance gegen den meines Bruders. Aber piratisch sahen wir alle drei aus. Eine sehr schöne, lange und lustige Party. Da wir schon mit unserer Kurzgeschichte über das kleine Tapir unsere Kreativität bewiesen hatten, haben wir zusammen mit meinen Cousin und Cousine gleich noch ein sehr lustiges Jedermann-mitmach-Theater geschrieben und aufgeführt.

Letztes Wochenende hieß es dann mal nicht Wasser sondern Fels. Wir beide plus Jan, Katja und Peerbär sind in den Steinbruch von Brandis gefahren, um ein paar Routen draussen in der frischen Natur zu klettern. Es war wirklich schön, mal wieder draußen zu klettern bzw. den ganzen langen Tag draußen zu verbringen. Schaut einfach wieder bei den Fotos vorbei. Ich werd mal noch paar Sachen packen.

Written by Kito in: Urlaub |
Mai
04
2011
9

Wird ja auch mal Zeit.

Eine Woche haben wir uns mit dem Reisebericht zu New York Zeit gelassen und euch damit ganz schön lang auf die Folter gespannt. Aber es fand sich wirklich keine Lücke in unserem Alltag, die groß genug gewesen wäre, einen Artikel zu verfassen, der den wahnsinnig vielen Eindrücken gerecht gewesen wäre. Jetzt habe ich aber gerade viel Zeit, da ich noch im Bett zusammen mit einer Erkältung liege. Die Gute hat sich aber auch 2 Wochen Zeit gelassen und am Wochenende war wahrscheinlich einfach zu viel los, um sich zu erholen. Weitere Ausreden zum späten Erscheinen des Berichtes sind: der Jetlag, der uns die letzte Woche ganz schön zur Hölle machte, ein Clueso-Konzert Freitag Abend in Dresden (ist auch nicht mehr das, was es mal war) und unser Familien-Kennlern-Wochenende, was ebenfalls fast 7 Jahre auf sich warten lassen hat. Also seid froh, dass sich dieser Bericht nur um eine Woche verschoben hat.

Wie kriegt man jetzt am Besten die Kurve zu einer perfekten Einleitung zu NY? New York war eine wunderbare Reise, viel gesehen und sehr viel gestaunt. Aber ich fange mal von Anfang an. Meine Abneigung gegenüber langen Flügen hat sich wieder wunderbar erhöht und auch Julius ist nicht unbeschaden davon gekommen. Ich sage nur Hurrikan. Der Kapitän hat zwar am Anfang noch gewitzelt und gemeint “jetzt gibt’s Rodeo”, aber am Ende stand auch er mit bleichem Gesicht am Ausgang und bedankte sich bei den Passagieren. Nachdem unser Flugzeug mehrfach durchgeschüttelt und vom Blitz getroffen wurde, waren auch alle “Air-Sickness-Bags” vergriffen. Julias Platz hatte keine, aber Gentleman wie ich bin, hab ich ihr gerne meine gegeben, nur hätte der Flug wirklich keine 10 Minuten länger dauern dürfen, sonst hätte die Vordersitztasche für die Zeitschrifen herhalten müssen. Na ja und New York stand bei unserer Ankunft natürlich auch vollkommen unter Wasser und jetzt wissen wir auch, warum Amis immer die größten Autos fahren. So ein Riesen-Dodge kommt halt doch unbeschaden durch jeden größeren “Teich”. Was kann man also nach zu einer aufregenden Anreise anderes machen als den ersten Pub aufzusuchen und ein-zwei Biere zu trinken, könnte ja immer das letzte sein.

Die Muppet-Show und wir

Anne wohnt in einem wunderschönen Apartment mitten in Brooklyn zusammen mit, ich glaub, 5 Mitbewohnern und einigen Haustieren (Käfern & Maus :-) ), die sich aber nur abends heraus trauten. Nicht die Mitbewohner, die Haustiere meine ich. Ein kleines Zimmer, dass Platz für 3 Personen, einem Hochbett und der Gitarre bietet und kein Fenster besaß, hat uns gereicht, und eigentlich haben wir jede Nacht gut geschlafen, falls ich nicht immer zu oft auf Toilette musste und das Hochbett Anstalten machte, zusammen zu brechen.

Hauseingang zu Anne's Reich

Eigentlich waren wir jeden Tag fleißig zu Fuß unterwegs und haben so manche zweistelligen Kilometerstrecken pro Tag zurückgelegt. Immer U-Bahn fahren ist ja auch langweilig, da sieht man ja gar nichts. Anne hatte das ganze Wochenende Zeit uns ihre schönsten Plätze zu zeigen und in der Woche, da Anne studieren musste, sind wir auf eigene Faust losgezogen. Das Wetter hat es größtenteils gut mit uns gemeint, die Sonne schien öfters und nur der Wind ließ die Temperaturen öfters unter 59 Grad Fahrenheit ;-) fallen. Mütze und dicke Windjacke waren somit jeden Tag angebracht. Später kam noch ein Schal hinzu, der die Flugzeug-Klimaanlagen-Krankheit bisschen lindern sollte.

Eins der zahlreichen Bike-Fotos

Viele Vorurteile von anderen Nach-New-York-Gereisten konnten wir wunderbar widerlegen. Shoppen, vor allem in Manhatten, ist nicht billig und gar nicht erst angenehm. Anstehen vor dem Laden, anstehen vor der Umkleidekabine und anstehen an der Kasse lässt die Lust zu shoppen schnell verfliegen. Klar findet man T-Shirts und Jeans, die billiger als in Deutschland sind, aber dafür extra mit leeren Koffern nach New York fliegen? Muss man nicht haben. Ich sag euch, sogar ich musste den größten Sportladen der Stadt kurz vorm Nervenzusammenbruch verlassen. Julius hat’s noch ne halbe Stunde länger ausgehalten. Ich hab mich dann lieber vor die Geschäfte gesetzt und dem Menschentreiben und vor allem den Fixie-Kurierfahrern hinterhergeschaut. Jedes dritte Foto von mir handelt deshalb auch nur von Fahrrädern und haben es somit nicht alle ins Album geschafft :-) Wer gut shoppen möchte, sollte deshalb nach Williamsburg, Brooklyn oder East Village gehen. Dort findet man viele kleine Lädchen und sehr günstige Second-Hand-Läden, die überhaupt nicht mit unseren vergleichbar wären, denn Batik-T-Shirts, Korthosen und Filzpullover sucht man dort vergebens. Und aus diesen Geschäften stammten dann auch größtenteils die 10 Kilo, die wir am Ende pro Person mehr in unseren Koffern mit uns rumtragen mussten. Anne machte der viele Trubel in der Stadt gar nichts mehr aus und sie erklärte uns für verrückt, als wir ihr tierisch freuend von Eichhörnchen, Schildkröten, Chip & Chap (Streifenhörnchen), bunte Vögel und einen echten Waschbären, die wir im Park antrafen, ausgiebig erzählten. Damit ist der Beweis gegeben, dass wir zwei doch in die Natur gehören.

Die dicke Familie

Zweites Vorurteil. In Amerika muss man sich kein bisschen nur von Fast-Food ernähren, wenn der Geldbeutel etwas kleiner ist. Wir, die auch noch aufs Geld achten ;-) , waren jeden Tag in irgend einem kleinen Restaurant essen. Sushi, koreanisch, italienisch und auch eine richtige amerikanische Burgerbude brachten uns über den kleinen Hunger. Zur Burgerbude kommt auch schon die nächste Geschichte und ich seh schon Julius wieder mit den Augen rollen. Aber ich habe es in diesem genannten Restaurant auf die “Wall-of-Fame” geschafft und 15 Sekunden Ruhm und Applaus aller anwesenden Gäste geerntet. Ich habe einen 1-Pfund-Burger verdrückt. Leider wird die Wand aber auch einmal in der Woche geleert, weil in Amerika viele den 1-Pfund-Burger zum Mittag essen. Die Tafel, die die Personen zeigt, die in einen zweiten Burger bestellten, zeigte hingegen nur 10 Bilder, aber das wäre auch zu viel des guten gewesen und der Amerikaner hätte sich in seiner Ehre verletzt gesehen.

Kito und der Riesenburger

Als es uns nach drei Tagen in der Stadt doch zuviel geworden ist, sind wir mit der U-Bahn raus auf Conny Island gefahren und haben den ganzen Tag zur Ruhe und Entspannung gefunden. Conny Island ist eine Insel vor Brooklyn, die schon seit über 100 Jahren einen Vergnügungspark beheimatet. Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen und sind einmal “Wonder-Wheel”, einem sehr besonderen Riesenrad von 1920, “swinging” und einmal “Cyclone”, einer Holz-Achterbahn von 1927, gefahren und hatten unsere helle Freude an den alten Gerätschaften. Eine kurze Aufklärung, was es mit dem Begriff “swinging” auf sich hatte. Die Gondeln des Riesenrades waren nicht, wie sonst immer fest am äußeren Rand des Rades befestigt sondern schwangen, gemäß der Schwerkraft zwischen einem inneren und dem äußeren Rad hin und her. Hier hatte vor allem Julius ihren Spass, wie man auf so manchem Foto unschwer erkennen kann.

Das swinging Wonder Wheel

Die Woche New York ging wieder mal viel zu schnell vorbei, doch mit den zahlreichen Fotos, die wir geschossen haben, werden wir diese Stadt wohl noch lange in unserer Erinnerung behalten und wir sagen, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Wir müssen außerdem sagen, dass wir mit Anne einen hervorragenden Insider-Guide zur Seite hatten und wir dadurch Ecken fanden, wo andere Touristen nur selten anzutreffen waren. Wir müssen auch zugeben, dass wir keine der in den Reiseführer angepriesenen Sehenswürdigkeiten besichtigt haben. Wir waren nicht auf Ellis Island, nicht bei der Freiheitsstatur, nicht auf dem Empire-State-Building, nicht in der MoMA und nicht mal im Apple-Store. Und das war auch gut so!

Written by Kito in: Urlaub |
Apr
13
2011
7

Wilder Westen

Das Hintergrundbild passt ja schon lange nicht mehr zum aktuellen Wetter, obwohl ich ja nie genug vom Winter bekommen kann und vielleicht schneit es ja doch noch mal im April :-) In Leipzig sieht es zumindest nicht mehr danach aus. Hier ist alles grün und bunt. Nur der Sturm macht mir gerade zu schaffen. Auf dem Weg zur Arbeit komme ich nur schwerlich vorwärts, aber dafür werde ich natürlich auf dem Heimweg belohnt, einmal antreten und der Wind sorgt für genügend Schwung bis nach Hause.

Ein neues Hintergrundbild bekommt unsere Seite höchstwahrscheinlich nach unserem Urlaub. Wir waren zwar schon vor zwei Wochen mal für ein Wochenende in Hamburg (siehe Beweisfotos 2011) und letztes Wochenende die ganze Zeit draussen, doch der Urlaub kommt uns trotzdem sehr gelegen. Außerdem habe ich mich im Kletterwald auf unsere kleine Digicam gesetzt, deshalb der Mangel an Bildern. In New York, dort geht’s nämlich hin, kommt auf jeden Fall unsere große Spiegelreflexkamera genügend zum Einsatz.

Julias liebste Kommilitonin und unsere ehemals Mitbewohnerin in der Weltstadt Mittweida Anne haust derzeit in der kleinen Provinzstadt New York und absolviert dort ihr Masterstudium. Schaut einfach mal auf ihren herrlichen Fotoblog, um schon mal einen kleinen Eindruck zu bekommen, bevor wir mit 10.000 Bildern hier wieder auftauchen. Bei Anne ist schon mal für die Unterkunft gesorgt und eine Kochnische gibt es auch, so dass wir uns nicht jeden Tag von Ham- und Cheeseburgern (iih, Käse) ernähren müssen und in teure und schnieke Restaurants einkehren müssen. Zum Glück haben wir über eine Woche Zeit alles, wirklich alles, von New York zu sehen. Zu Ostern werden wir sogar Ostereier im Centralpark suchen.

Am Sonnabend geht es dann endlich los. Von Leipzig geht es nach Paris, danach nach Denver und schließlich kommen wir irgendwann in New York an und unser Gepäck hoffentlich auch, man hat da ja schon schlimmstes von Air France gehört. Und ich hoffe ja nur, dass das Filmprogramm nicht durchgehend auf französisch ist. Das ganze kostet uns schlappe 540,- Euro pro Person hin und zurück. Ein unschlagbarer Preis, wenn man bedenkt, dass es genau zur Osterzeit ist. Ein Reisebüro sagte uns, unter 800,- geht zu dieser Zeit nichts. Zum Glück kennen wir uns beide im Internet genügend aus und finden auch noch den kleinsten versteckten Preis. Deshalb auch der Gabelflug, aber lieber die 300,- gespart. Die investieren wir dort lieber in neue Jeans, Schuhe und Jacken.

Also, wünscht uns mal einen schönen Urlaub!

Written by Kito in: Urlaub |
Apr
10
2011
16

Der kleine Tapir und das Riesenzelt

Was für ein Trubel. Überall beschäftigte Leute, die hastig die Wintersachen aus dem tapir-store ins Lager räumen um Platz zu machen für die neue Saisonware und damit auch für Campingsachen. “Mh, Camping. Sollte ich auch mal ausprobieren”, dachte sich der kleine Tapir. Was braucht man denn dafür? Eigentlich nicht viel. Ein Zelt, einen Rucksack mit leckeren Snacks und eine Wanderkarte.
Aber wo sollte der kleine Tapir denn zelten? Bisher kannte er nur sein zuhause, den tapir-store. Einmal sind sie umgezogen, von der Südvorstadt in das jetzige zuhause, was schon mächtig aufregend war. Der Umzug hat sich aber letztendlich vollkommen gelohnt. Schließlich gibt es jetzt sogar eine Wiese im Laden, wo Zelte stehen. Hier konnte der kleine Tapir schon alle Zelte ausprobieren. Am besten hat ihm das Hubba Hubba Zelt gefallen, schon allein wegen des lustigen Namens. Kurzerhand beschloss der kleine Tapir dieses Zelt mit auf seine Reise zu nehmen.

Nun aber los. Hier merkt eh keiner, dass ich weg möchte. Alle sind so sehr im Stress, dachte er sich und stapfte los.
So verließ unser kleiner Tapir das Geschäft mit all seinem Camping-Gepäck und machte sich auf die Suche nach einen geeigneten Platz zum Campen. Doch alles was er fand waren große Straßen mit lauten Autos. Er begegnete vielen Menschen, die merkwürdigerweise Outdoor-Sachen mitten in der Stadt trugen. Weil der kleine Tapir daraus schlussfolgerte, dass Leute mit Outdoor-Sachen auch zelten gehen würden, fragte er schließlich diese Zweibeiner, wo denn der nächste Zeltplatz sei. Die meisten antworteten, dass sie es nicht wüssten, weil sie selber noch nie zelten waren. Merkwürdig. Verdutzt bahnte sich der kleine Tapir allein seinen Weg durch die Stadt ohne weitere Passanten anzusprechen.
Nach einer Weile gelangte er in einen wunderschönen Park mit Bäumen und einer großen Wiese, auf der Menschen Drachen steigen ließen. In der Ferne liefen sogar Giraffen umher. Hier ist ein guter Platz zum Zelten, dachte sich der kleine Tapir und fing an seinen Rucksack auszuräumen als ihn plötzlich jemand von hinten auf den Rücken tippte. Gegen die Sonne blinzelte der kleine Tapir in das freundliche Gesicht eines kleinen, weißbärtigen Mannes. Der Mann stellte sich höflich vor. Jörg war sein Name. Jörg meinte, dies sei kein so geeigneter Platz zum Zelten für einen kleinen Tapir. Er wisse jedoch einen besseren Platz. Skeptisch beäugte der kleine Tapir den fremden Mann namens Jörg. Irgendwoher kannte der kleine Tapir den Mann. Aber woher? Er grübelte und grübelte. Plötzlich fiel es ihm ein. Natürlich! Auf dem Aufnäher von Jörgs Jacke stand “Zoo Leipzig” und darunter “Dr. J. Junhold”. Jörg war der Zoo-Direktor. Der kleine Tapir hatte sein Bild schon oft in der Zeitung gesehen. Ja, Jörg wusste bestimmt, wo Tapire gut zelten können. Voller Mut und Zuversicht fragte der kleine Tapir: “Was ist das denn für ein Platz, den du mir zeigen möchtest?”
“Oh, ich verspreche dir, es ist ein perfekter Platz für Tapire. Ich weiß das, schließlich haben wir es extra für unsere neuen Tapire gebaut, die bald ankommen werden. Stell dir vor, es ist ein riesengroßes Zelt. Und es hat sogar einen Namen. Das Zelt heißt “Gondwanaland”. Wenn du magst, darfst du dort gern probezelten!” sagte Jörg. Der kleine Tapir fand die Idee großartig.

Gemeinsam gingen sie in den Zoo, vorbei an neugierigen Tieren und staundenden Besuchern. Jörg zeigte dem kleinen Tapir stolz das Zelt namens Gondwanaland. Es war wirklich herrlich gemütlich und genau nach dem Geschmack vom kleinen Tapir. Unter einem großen Baum machte es sich der kleine Tapir schließlich bequem und schlief innerhalb kurzer Zeit todmüde aber lächelnd ein.

So kam es, dass unser kleiner Tapir als Erster im Gondwanaland “zelten” durfte und stolz allen Tapir-Leuten zuhause davon berichtete.

Das war unser Beitrag zum Gewinnspiel auf “der tapir geht zelten“.

Written by Julius in: Allgemein |
Feb
01
2011
4

Neues Jahr, schon viel erlebt und noch viel vor!

Der erste Monat des neuen Jahres ist schon wieder um. Wie ihr ja noch unter Beweisfotos 2010 sehen könnt, waren wir über Silvester mit ein paar Freunden in Westendorf zum Skifahren. Alles hat gepasst, super Wetter, gute Bedingungen und der Zeitraum war perfekt; eine Woche später und der ganze Schnee wäre weggewesen. Da dieses Jahr schneetechnisch noch nicht so viel in den Alpen ging, haben wir uns es nicht nehmen lassen und sind in den hohen Norden zum Skifahren geflogen. Diesmal war unser Ziel der Wintersportort Geilo in Norwegen. Geilo ist eine kleine, schöne Stadt direkt zwischen Bergen und Oslo. Neben Skifahren ist die Stadt vor allem durch ihre Schmiedekunst bekannt. Die zwei bekannten Firmen Brusletto und Øye haben ihren Sitz hier. Wir haben uns den Fabrikverkauf nicht nehmen lassen und haben für Julius eine heiß ersehnte Axt zum Holzhacken auf unseren Touren erstanden. Mal sehen, wann es erste Lagerfeuerfotos gibt.

Die Tage haben wir uns wunderschön eingeteilt, Skilanglauf und Skiabfahrt. Julius wird auch immer mehr zum Skilanglauffreund. Touren von 16 Kilometer Länge sind kein Problem mehr für sie und auch “gefährliche” Abfahrten meistert sie mit Bravour, wo Kito noch die Schneedecke küsst. Auch haben wir mal eine kleine Proberunde mit einer echten Pulka hingelegt. Nicht fragen, was eine Pulka ist, ihr werdet es euch schon denken können, was und wie man damit transportieren kann. Wir hatten natürlich erstmal nur Holz und Nahrung zum Transport vorgesehen.

Das Skialpingebiet von Geilo ist sehr übersichtlich, aber trotzdem sehr angenehm und schwarze Pisten gibt es auch. Wir waren genau zur Nebensaison da und damit gab es kein Gedrängel und Anstehen an den Sesselliften. Innerhalb der Woche war es fast schon gespenstisch, da wir fast immer allein auf der Piste waren. Und nachmittags um drei hat man immer noch frisch präparierte Pisten mit den Rillen der Pistenbully gefunden, die in den Alpen schon um 10 verfahren sind. In den Alpen, in Westendorf, war ich noch der einzige Telemarker. Hier sah es schon anders aus, wirklich jeder zweite war im Telemarkstil unterwegs. Und nicht nur Männer, auch Frauen konnte man mit dieser Technik bewundern. Selbst der norwegische Kronprinz Haakon fährt Telemark. Leider haben wir ihn aber nicht getroffen :-(

Soweit mein Teil, jetzt übernimmt Julius:

Tja ja. Norwegen. Sicher für viele nicht die Nummer 1, wenn es um Skiurlaub geht. Für uns war es das perfekte Ziel. Eine schöne Holzhütte, einsam gelegen, mit viel Schnee, leeren Pisten, ordentlich knackigen Temperaturen und viel Abenteuer. Es war ein außergewöhnlicher Skiurlaub, wie ich ihn in den Alpen nicht erleben würde. Diese völlige Ruhe und natürlich das wohlige Gefühl im geliebten Norwegen zu sein, das stellt sich nur hier ein. Und wieder einmal fahren wir mit traurigen Gesichtern zurück gen Heimat, wissend, dass die Sehnsucht nach diesem Land längst nicht gestillt ist. Der Traum, noch einmal längere Zeit nach Norwegen zu gehen, bleibt.

Naja, nun erst einmal zu den nahen Zielen. Wir sind beide gut im Job und in LE angekommen. Achso, ihr müsst jetzt den Kito mit “Herr Diplom-Ingenieur” ansprechen. Da besteht er drauf. Er hat sich schon aufgeregt, dass das Namensschild an der Wohnungstür seinen Titel nicht berücksichtigt. Tststs ;-)

Also Ziele für dieses Jahr: gar nicht so kompliziert. Ein schickes Leben in LE einrichten, die Jobs weiter gut meistern und viele Abenteuer bestehen. Wir werden berichten. Versprochen.

Genug der Worte. Schaut euch die Bilder an und werdet neidisch!!!

Guts Nächtle
Julius

Written by Kito in: Allgemein,Urlaub |
Okt
26
2010
2

Ausgerissen!

Kurz angekündigt und von Kito versprochen, folgt hier ein Bericht zu unserem vergangenen Wochenende. Zack, zwei Tage Urlaub genommen, ruckzuck Flug gebucht und schon gings in ein schönes, langes Wochenende. Wohin? Wir antworten synchron: natürlich nach Norwegen!

Anlass, oder zumindest vorgetäuschtes Alibi für einen weiteren Abstecher nach Norge, war Alex. Der absolviert gerade ein kurzes Praktikum in Bergen und konnte uns so fast kostenfrei in seinem Appartment unterbringen. Fast bedeutet, dass wir für die drei Übernachtungen in Naturalien, also in Wein und Wodka, zahlten. Nicht ganz uneigennützig, muss ich zugeben.

Zum Wochenende fallen mir jetzt im Nachhinein nur Stichpunkte ein wie “typisch norwegisches Essen”, “endlich Schnee”, “lange Gespräche” und “Frischlufttanken”.

Tatsächlich haben wir uns von dem Wochenende keineswegs Stadtrundgang und Shopping-Streifzüge erhofft. Vielmehr wünschten wir uns, ganz viel draußen zu sein, wandern zu gehen und durchzuatmen. Und so planten wir für Samstag und Sonntag eine kleine Hüttentour. Das ist in Norwegen ganzjährig möglich, die DNT-Hütten sind gut im Internet ausgeschrieben. Alles eigentlich kein Problem. Wenn man sich nicht gerade, wie in unserem Fall, eine Hütte mit “Sommerroute” aussucht. Mh. “Das schaffen wir schon!”, “So viel Schnee wird das doch nicht sein”, “Wir fahren erst einmal los”. Nach einer einstündigen Busfahrt und 400m höher über den Meeresspiegel mussten wir dann relativ schnell einsehen, dass es doch mehr Schnee als erwartet war. Gut gelaunt stiefelten wir los, immer in der Spur eines Traktors, drei Norwegenfans im Neuschnee, die schweigend wanderten. Als dann doch noch ein alt eingesessener Norweger uns wirklich eindringlich davon abriet, die Hüttentour fortzusetzen, waren wir geschlagen. Es ging wirklich nicht! Aber egal. Allein die kurze Wanderung war wunderbar, voll bepackt im feinsten Neuschnee bei strahlender Sonne.

Zurück in Alex Unterkunft gab es zur Entschädigung Reker (Krabben) satt. Mhhh. Lecker.

Auch Sonntag zeigte sich Bergen eher von seiner unüblichen Seite und lockte mit blauem Himmel und heller Sonne nach draußen. Also raus! Kurzer Abstecher nach Gamlehaugen, Bergens Königsresidenz um anschließend durch die Altstadt zu schlendern und mit der Fløybahn auf den Berg kutschiert zu werden.

Oben, etwas abseits von den quirligen Tourimassen, richteten wir uns auf einer einsamen Bank unser nachmittagliches Picknick ein – mit Chicken Wings, Tee, Kaffee und Sonnenschein vergingen die Stunden.

Ja, so wird mir unser Bergen-Ausflug in Erinnerung bleiben. Wunderbar. Wie eine andere Welt. Entspannend. Und mit dem Fazit, dass sich so ein kleiner Ausreisser aus dem Alltag unbedingt lohnt!

Das lange Wochenende endete mit einem halben (Mon-)tag in Berlin, denn nach Ankunft aus Bergen blieb uns noch ein Nachmittag, um die deutsche Hauptstadt zu erkunden. Bootfahren, Kaffeetrinken, Rumschlendern und dann ab nach Hause.

Ich habe auch ein paar nette Bilder geschossen, die gibt es wie immer unter Beweisbilder.

Viel Spaß beim Durchblättern!

Euer Julius

Written by Julius in: Allgemein,Urlaub |
Okt
21
2010
1

Schon wieder unterwegs …

Ja ja, wieder eine Weile nichts passiert (zumindest im Blog), aber eigentlich sind unsere Tage immer bis zum Rande voll. Ich hoffe, wir schaffen es mal ausführlicher von unserem Alltag zu erzählen. Nur kurz, ich habe ja jetzt auch mit arbeiten angefangen und sitze draussen in Leipzig-Stahmeln in einer ganz kleinen Internet-Bude. So klein, dass ich mich als einzigen Mitarbeiter zählen darf. Es gibt noch 2 Geschäftsführer und zusammen dürfen wir drei uns Gründungsmitglieder nennen. Ich fahre täglich mit dem Rad auf Arbeit (auch dafür musste extra ein neues Rad her) und derzeit trotze ich noch dem Wetter, mal sehen, wie lange. Die einfache Strecke beträgt ca. 7 Kilometer und reicht, um nach der Arbeit seinen Kopf wieder frei zu bekommen.

Der Grund für diesen kurzen Blogbeitrag ist aber ein ganz anderer. Wir sitzen nämlich schon wieder auf gepackten Koffern. Morgen geht’s los, Richtung Norden, wohin auch sonst :-) Bergen heißt das Ziel und dort werden wir schön ein verlängertes Wochenende bei Alex verbringen (Kost und Logie frei bzw. durch billigen deutschen Alkohol erkauft). Wenn wir wieder zurück sind, gibt es mal einen längeren Beitrag, versprochen.

Bis dahin, seid gespannt. Kito*

Written by Kito in: Leipzig,Urlaub |
Aug
16
2010
2

Zurück aus dem Urlaub …

… und heute gleich wieder der erste Arbeitstag. Die Extreme ist kaum zu übertreffen; erst tiefste Natur und nächtigen in der Blockhütte, nun wieder vor dem Rechner sitzen. Das Leben kann so gemein sein.

Dieses Jahr müssen wir auch bisschen mit unseren Urlaubstagen sparen, denn die ungünstigste aller Kalender-Konstellationen hat dieses Jahr Deutschland erwischt und beschert uns alle Feiertage zum Wochenende. Letzte Woche waren wir nun in der Ferienregion Berchtesgadener Land. Zuerst haben wir 3 Tagestouren von unserer Pension aus gestartet und nachdem wir fit im Bereich Bergwandern waren sind wir noch mal 3 Touren von Hütte zu Hütte gelaufen. Es war wirklich ein schöner Urlaub. Das Wetter hat einigermassen mitgespielt, zuerst gab es Sonnenbrand, am Ende Regen, doch das stört einen echten Wandersmann und -frau nicht. Auf der Rückfahrt haben wir uns noch Salzburg und Burghausen angeschaut. Doch, wie immer, sagen Bilder mehr als 1000 Worte. Also seht selbst!

Written by Kito in: Allgemein,Urlaub |
Jul
01
2010
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Warum immer soweit reisen, …

… wenn’s in der Heimat doch immer am schönsten ist. Und die Sächsische Schweiz kann man nicht oft genug besuchen. Da Julius schon letztens mit ihrer Gruppe dort war und ich zusammen mit meinem Cousin Hänsi unsere Chesterfield-Couch in Berlin holen mussten und ich deshalb nicht mitkommen konnte, schreite es nur so nach einer Wiederholung. Aber alles der Reihe nach.

Hänsi und ich sind also nach Berlin gereist und haben Möbelfuhrunternehmen gespielt. Ich glaube insgesamt sind wir zweimal komplett von Ost nach West und von Süd nach Nord gefahren. Ein Schrank musste dahin, der andere dorthin und ein Fahrrad noch nach da. Doch das Hauptanliegen war natürlich die Abholung unserer “neuen” Couch. Und eigentlich sind es ja drei. Ich sag euch, die drei kubischen Elemente in einen Transporter zu frachten ist schwieriger als Tetris im zehnten Level zu spielen. Ich glaube 2 Stunden haben wir gebraucht, bis alles passte. Ach ja, und ein Schrank musste ja auch noch mit rein und in Halle wieder raus. War trotzdem eine schöne Fahrt, schönes Wetter und viel gequatscht.

Danach war ich noch mal für fünf Tage (Julius berichtete) in Rom. War aber eigentlich nicht der Rede wert. Gearbeitet hab ich dort. Doch am meisten hab ich mich gefreut den Micha mal wieder zu sehen. Gab ja viel zu berichten, denn immerhin haben wir uns fast vier Jahre nicht gesehen. Also alles in den fünf Tagen nachgeholt, und uns die Pizza, den Wein und das Gelatino schmecken lassen.

In Leipzig sind wir in das Kubb-Fieber gefallen. Kubb – was ist denn das? Kubb, auch Hägars Wikingerschach genannt, ist ein Geschicklichkeitsspiel, was man wunderbar auf jeder Wiese und jedem Wetter spielen kann. Und da sich auf unserer “Kubb”-Wiese nebenan auch gleich noch unser Lieblings-Draussen-Lokal “Zierlich-Manierlich” befindet, kann und konnte man uns dort des Öfteren spielen sehen. Es gibt zwei Teams, die versuchen, gegenseitig fünf Klötzer umzuwerfen und am Ende den König. Zu kompliziert? Kommt vorbei, wir zeigen es euch. Und nachdem wir nun fleißig trainiert hatten, haben wir uns auch gleich noch für den 1. Kubb-Cup Leipzigs angemeldet. Gewonnen haben wir leider nicht, aber zusammen mit Paula und Birk das jüngste Team des Turniers gestellt.

Da das Wetter auch immer mehr mitspielt, hält uns eigentlich nichts mehr in unseren eigenen vier Wänden. Jedes Spiel der Fußball-WM wird unter freien Himmel angeschaut, ganz nach unserem Motto “Keine Bar doppelt – Jedes Spiel woanders”. Und wenn wir zu viel vom Fußball haben, geht’s zum Klettern in den Steinbruch bei Brandis oder wie letztes Wochenende zum boofen in die Sächsische Schweiz.

Urlaub haben wir trotzdem noch gebucht. Im August soll es in die “richtigen” Berge gehen, die Alpen. Julius war noch nie im Sommer da, und weil sie im August Geburtstag hat, wird ihr der Wunsch auch gleich noch mit erfüllt.

Ach so, und falls sich jemand fragt, was ich so eigentlich unter der Woche treibe; da schreibe ich fleißig an meiner Diplomarbeit. Mein neues Zuhause, die Deutsche Nationalbibliothek. Das Thema, “Der Einsatz der Integral-Fotografie als 3D-TV System”. Nicht schlecht, was? Hab ich mir selber überlegt und spannend ist das Thema allemal. Und ich verspreche euch, bald tragt ihr keine Brille mehr, wenn ihr im Kino 3D-Effekte erleben wollt ;-)

Schaut euch die Fotos an!

Written by Kito in: Leipzig,Urlaub |

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